Was ist Mountainbike-Orienteering (kurz: MTBO)?

 

MTBO ist, wie der Name schon sagt, eine Kombination aus Mountainbiken und Orientieren. Der Wettkämpfer erhält am Start eine Karte im Maßstab 1:15 000 über ein Waldgebiet, in dem er die auf der Karte eingezeichneten Posten in der richtigen Reihenfolge so schnell wie möglich finden soll. Es dürfen dabei ausschließlich Wege und Straßen befahren werden.

 

Die Schwierigkeit liegt darin, aus mehreren Routenwahlmöglichkeiten nach einem kurzen Blick auf die Karte die schnellste herauszufinden, und auch auf dem Weg zum nächsten Posten immer genau Bescheid zu wissen, wo man gerade ist. Hier gilt es, das Fahrtempo der jeweiligen Situation anzupassen. Nichts ist ärgerlicher, als unnötige Höhenmeter wieder hinaufzufahren, weil man beim Downhill eine Abzweigung verpasst hat.

Kartenausschnitt vom Bisamberg

Michi Gigon beim Stempeln eines Postens

Beim MTBO werden folgende Disziplinen ausgetragen:

 

Distanz Damen Herren
Sprint 20-30 20-30
Mittel 40-50 50-60
Lang 70-90 90-110
Ultra Lang 100-120 120-140
Staffel (jede Strecke) 40-50 50-60


Die Streckenlängen sind stark abhängig vom Gelände. In einem flachen, gut befahrbaren Terrain werden die Strecken naturgemäß länger sein als in einem bergigen, ruppigen Gelände.

 

Wettkämpfe:
Bis 2003 gab es einen Weltcup im MTBO und 2002 wurden die ersten Weltmeisterschaften im französischen Fontainebleau abgehalten. Seit 2004 gibt es jedes Jahr eine Weltmeisterschaft, und der Weltcup wurde 2004 durch World Ranking Events ersetzt.

2006 wurde zum ersten Mal eine Europameisterschaft in Warschau (Polen) durchgeführt.

Ab 2009 findet die Europameisterschaft nur mehr in ungeraden Jahren statt.

Im Jahr 2010 wird der Weltcup als Vergleichskampf der besten der Welt wieder eingeführt, die World Ranking Events, bei denen alle ohne Qualifikation teilnehmen können bleiben bestehen.
 

Die nächste WM ist in Montalegre (Portugal) im Juli 2010.

In Österreich gibt es den Austria Cup, der üblicherweise aus 6-8 Läufen besteht.


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